Ein Panter in Berlin – Kurt Tucholsky und der Sound der Zwanziger Jahre

Kurt Tucholsky, der wohl bedeutendste deutsche Satiriker und Journalist des 20. Jahrhunderts, hatte eine große Liebe: Sein Grammophon! Diese Liebe teilt er mit dem Frankfurter Kabarettisten und Schellackplatten-Sammler Jo van Nelsen, der an diesem Abend dem Sound der Zwanziger Jahre nachlauscht in Tucholskys Texten und Liedern, untermalt von bewegten Bildern aus bewegter Zeit.

Vor allem Tucholskys amüsante Schallplatten- und Künstlerkritiken stehen im Mittelpunkt dieses Programms. Jo van Nelsen wird die längst verklungenen Stimmen dieser Künstler – wie Claire Waldoff, Jack Smith und Richard Tauber – direkt vom Grammophon erklingen lassen und viel Spannendes über ihr Leben berichten. Und natürlich auch selbst den witzigen Chansons Tucholskys seine eigene Stimme leihen, die der Satiriker unter dem Pseudonym Peter Panter für die Berliner Kabaretts der Zwanziger Jahre schrieb.

Ein Ausflug in pompöse Tanzsäle und verruchte Flüsterkneipen, wo erste Erotik-Filme gezeigt wurden und „Flappers“ sich mit „Eintänzern“ vergnügten und ihren „Daddys“ gehörige Lügen auftischten. Und wer glaubt, das sei pure Nostalgie, der irrt: Der Panter ist nach wie vor extrem bissig!

Eine weitere, eher biographisch gehaltene Tucholsky-Lesung ohne Musik von 60 Minuten Länge ist ebenfalls buchbar.

Mehr zu den Grammophon-Lesungen

Mit den Grammophon-Lesungen präsentiert Jo van Nelsen ein ganz neues Format auf deutschen Bühnen.Längst vergessene Texte und Sujets werden dem Vergessen entrissen; der Soundtrack dazu kommt direkt vom Grammophon – originaler geht’s nicht!

Was Weihnachten 1979 mit einem braunen Koffergrammophon und 5 Schellackplatten begann, ist im Laufe der Jahre zu einer beachtlichen Sammlung angewachsen. Damit diese Schätze nicht im Privaten verborgen bleiben, sondern einem größeren Publikum zugänglich gemacht werden, entwickelte Jo diese neue Reihe.
Ob markige Märsche des Ersten Weltkrieges, säuselnde Salonmusik oder schmalzige Weihnachtsmelodramen – dem Knistern der Schellackplatten und dem ungewohnten Klang eines Grammophons kann sich kein Zuhörer entziehen: „Es ist, als ob die Zeit im Trichter stecken geblieben wäre, und man hineingesogen würde. Faszinierend!“ (Gästebucheintrag einer Besucherin der „Ginster“-Lesung, Frankfurt, 2013).

Wie schon in seinen Lesungen der letzten Jahre erweist sich Jo auch hier wieder als perfekter Interpret, der Texte mühelos lebendig werden lässt. Die Bandbreite reicht von propagandistischen Weihnachtsgedichten (in „Lametta, Gans und Siegerkranz“) über einen Meilenstein der Neuen Sachlichkeit (Kracauers „Ginster“) bis zum satirischen Varieté-Roman („Die Schlangendame“, 1896). Weitere Lesungen, so zum Beispiel mit Ausschnitten aus Kitsch-Romanen des 19. Jahrhunderts und zur Geschichte der Schallplatte, sind in Planung.

Die Verschränkung von Text und Musik, nebeneinander und übereinander, meist ergänzt durch zeitgenössische Bilder und Illustrationen, präsentiert sich als multimediales Ereignis fern jedes trockenen Geschichtsunterrichts oder einseitiger Nostalgieverklärung. Im Mittelpunkt der Grammophon-Lesungen steht der Spaß am Entdecken des Vergangenen, das staunende Kopfschütteln über Kurioses, das Gruseln über Gewesenes.

Diese abendfüllenden Grammophon-Lesungen sind bereits im Tourneeplan:
„Lametta, Gans und Siegerkranz“ – Ein skurriler deutscher Weihnachtsabend
„Ich verstehe nichts von Kriegen! Lassen Sie mich fort!“ – Der Beginn des I. Weltkrieges in Siegfried Kracauers Roman Ginster (1928)
„Die Schlangendame“ – Ein satirischer Roman aus dem Jahre 1896 von Otto Julius Bierbaum zum Wiederentdecken, Staunen und Schmunzeln

Presse

Pressestimmen:

„Auch dieser Abend wirkt, wie Tucholsky schrieb, in all seinem minutiösen Arrangement, wie „aus dem Ärmel geschüttelt“. Das lässt ihn umso länger nachklingen.“ (Eva-Maria Magel: „Peter Panters Plattenkiste. Eilt sehr – unseren Herzen zu: Jo van Nelsens Tucholsky“; in: F.A.Z., 19.09.2015)

„Van Nelsen gelingt eine glänzende Hommage an den Publizisten und Satiriker Tucholsky (…) Ohne belehrende Attitüde plaudert er (…) über die Berliner Kunstszene der Goldenen Zwanziger und lässt die Texte Tucholskys wirken. Er bringt sie genial auf den Punkt, hochintelligent und immer detailgenau. (…) Ein guter Impuls, sich die Texte dieses Anwaltes einer freien Welt mal wieder vorzunehmen.“ (Dorothea Buchmann-Ehrle: „Hört das Schreien der Klavierjungfrauen“, in: Darmstädter Echo, 22.02.2016)

„Tucholskys Texte bringt van Nelsen in eine gelungene Verbindung mit der Musik jener Tage; hohe Kunst und leichte Muse verschmelzen. (…) Jo van Nelsen spricht diese Texte nicht, er inszeniert sie, verbindet die geschliffene Sprache Tucholskys mit ausgefeilter Mimik und Dramatik. (…) Wort und Ton, Bild und Filmausschnitt, Lustiges und Wissenswertes verbindet van Nelsen zu einer Melange, die unterhält und eine alte Zeit wiederauferstehen lässt – die aber das Publikum im voll besetzten Saal auch zum Nachdenken veranlasst.“ (Klaus Gast: „Lesen Sie Tucholsky!“, in: Main Echo, 12.03.2016)

„Auf Jo van Nelsen und sein Grammophon wäre Kurt Tucholsky an diesem Abend sicher stolz gewesen.“ (Nadine Kalbfleisch: „Jo van Nelsen gastiert in Alsfeld“; in: Lauterbacher Anzeiger, 21.04.2107)

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Ein Panter in Berlin – Kurt Tucholsky und der Sound der Zwanziger Jahre

Kurt Tucholsky, der wohl bedeutendste deutsche Satiriker und Journalist des 20. Jahrhunderts, hatte eine große Liebe: Sein Grammophon! Diese Liebe teilt er mit dem Frankfurter Kabarettisten und Schellackplatten-Sammler Jo van Nelsen, der heute dem Sound der Zwanziger Jahre nachlauscht. Tucholskys amüsante Schallplatten- und Künstlerkritiken stehen im Mittelpunkt der Grammophon-Lesung. Die Friedenauer Lesenacht – auch ein Ausflug in pompöse Tanzsäle und verruchte Flüsterkneipen, wo erste Erotik-Filme gezeigt wurden und „Flappers“ sich mit „Eintänzern“ vergnügten. Beobachtet und kommentiert von einem der schärfsten Zeitzeugen, dessen Texte noch immer unglaublich aktuell sind.

Hörbeispiel

Jo van Nelsen liest Kurt Tucholsky: „Ein Ehepaar erzählt einen Witz“
Video bei youtube

Video
Technik

Ton- und lichttechnische Anlagen werden vom Veranstalter gestellt.
Der Künstler bringt sein Grammophon und die benötigten Schellackplatten mit (das Grammophon benötigt keinen Stromanschluss); desweiteren sein headset (sennheiser ew100). Bitte halten Sie aber ein weiteres Headset bereit, falls es ein Problem mit der am Veranstaltungsort zulässigen Funkstrecke gibt. Ebenfalls bringt der Künstler ein Laptop (ASUS R556 L, 15,1″) mit VGA- und HDMI-Ausgang, sowie einen Presenter für PowerPoint Präsentation mit. Eine Stromverbindung auf der Bühne für das Laptop ist zwingend nötig.

Der Veranstalter stellt:
1 Stuhl mit planer Sitzfläche (kein Sessel!), 1 Tisch mit den Maßen min. 150 x 90 cm, alternativ 2 Tische 90 x 90 cm. 3 Flaschen stilles Mineralwasser, 1 großes Glas ohne Aufdruck. Links vom Tisch (Bühnendraufsicht) eine Leinwand o.ä. Projektionsfläche.
1 CD-Player und 1 Beamer für Einspieler in Bild und Ton. Auf der Bühne: Anschlüsse für das Laptop des Künstlers, die eine sichere Kommunikation zwischen Netbook und Beamer garantieren.
Das Laptop muss im Bereich der Spielfläche postiert werden, da der Presenter nur eine Reichweite von 10 Metern hat. Die Verbindung zum Beamer des Veranstalters muss daher auf die Bühne (nicht in die Technik) gelegt werden! Der Beamer des Veranstalter muss einen VGA, bzw. einen HDMI Anschluss haben. Bitte halten Sie auch die entsprechenden Kabel zur Verbindung mit dem Notebook des Künstlers bereit. Für die Übertragung der Audiodateien aus dem Laptop empfiehlt sich die Bereitstellung einer DI-Box.

Weiterhin wird ausreichendes Leselicht auf der Bühne von hinten oben oder seitlich gebraucht (ersatzweise: Leselampe auf dem Tisch) und Beleuchtung von vorne (Gesamtausleuchtung der Bühne in weiß, evtl. noch eine kleinere Ausleuchtung nur auf den Tisch). Farbiges Licht auf Vorhang hinten wünschenswert.

Desweiteren stellt der Veranstalter in Räumen über 50 Personen 1 Mikrophon auf Galgenstativ oder (bevorzugt) 1 headset mit Funkstrecke zur evtl. Verstärkung des Grammophons.

Bitte beachten Sie – die Technischen Anforderungen dienen der ersten Orientierung. Selbstverständlich kann alles auf die technischen Gegebenheiten in Ihrem Haus angepasst werden. Bitte sprechen Sie uns an.

Werbemittel


Plakatformate:
A1 lang – 42 x 118,8 cm (Bilderdruckpapier)

A2 lang – 29,7 x 84cm (Affichenpapier)

Sie möchten das Plakat mit Ihrem eigenen Logo versehen und selbst in Druck geben? Die Datei dafür finden Sie hier.

Flyer Grammophonlesungen:

A6 lang (Vorderseite wie Plakat)

Tucholsky-Lesung – Die nächsten Termine

Februar 2019

14feb19:3022:30Ein Panter in Berlin - Kurt Tucholsky und der Sound der Zwanziger JahreFrankfurt

Mai 2019

02mai18:00Ein Panter in Berlin - Kurt Tucholsky und der Sound der Zwanziger JahreStuttgart

Juli 2019

12jul19:30Ein Panter in Berlin - Kurt Tucholsky und der Sound der Zwanziger JahreGersthofen

Oktober 2019

26okt19:0023:59Ein Panter in Berlin - Kurt Tucholsky und der Sound der Zwanziger Jahre (Ausschnitte)Bad Homburg v.d.H.