Jo van Nelsen – Die Lesungen

Eigentlich wollte Jo van Nelsen mal Buchhändler werden. Kein Wunder also, dass Lesungen einen großen Raum in seinem Bühnenschaffen einnehmen.

Schon 1990 konzipierte er die Lesung „Überall ist Kaffeehaus“ für das Gotische Haus, Bad Homburg.
Weiter ging es 1993 mit den Lesungen aus Herve Guiberts „Dem Freund, der mir das Leben nicht gerettet hat“ (eine der ersten literarischen Auseinandersetzungen mit dem Thema AIDS) und Arnolt Bronnens „Septembernovelle“.

Kultstatus in der schwulen Szene Deutschlands erreichten seine Lesungen aus den Büchern des Glossisten Baby Neumann „Das erste Mal – Schöne neue schwule Welt“ (magnus Buch, 1993) und „Ganz was anderes! –Geschichten von Baby Neumann“ (Querverlag, 1996).

1994 begegnete Jo dem Schriftsteller Friedhelm Kändler und konzipierte die musikalische Lesung „Jo van Nelsen singt Friedhelm Kändler“ mit Thorsten Larbig am Klavier als erstes Ergebnis dieser über lange Jahre fruchtbaren Zusammenarbeit. So las er u.a. für den Radiosender Radio Sub auf Radio X Kändlers Langgedicht „Kröhlmann“ 1997 in mehreren Teilen ein.

1995 stellte er auf Vermittlung von Volker Kühn für den Weidle Verlag Friedrich Hollaenders wiederentdeckten und erstmals übersetzten Emigrations-Roman „Menschliches Treibgut“ in mehreren Lesungen vor.

2006 grub er Wolf Schmidts Hesselbach-Geschichten aus, die er seitdem mit Begeisterung und zur Freude von Publikum wie Presse auf die Bühne bringt.

2013 dann startete er seine Reihe „Grammophon-Lesungen“ mit Ausschnitten aus dem Roman „Ginster“ von Siegfried Kracauer innerhalb der populären Veranstaltungsreihe „Frankfurt liest ein Buch“.
Als Sprecher ist Jo van Nelsen immer wieder Gast in verschiedenen Studios, von 2001-2003 war er innerhalb seiner Tätigkeit als Sprecher und Redakteur bei hr2 in verschiedenen Hörspielproduktionen und Beiträgen des Hessischen Rundfunks zu hören.

Auch auf CD kann man Jo als Sprecher erleben: „Wenn Winter ist, will Eis ich schlecken“ (2006), „Jo van Nelsen liest die Hesselbachs. Episode: Der Kriminalfall“ (2012), „Die Revolte von Rumpelstilzchen & Co. oder Die Vergrimmbesserer“ (2012), „Lametta, Gans und Siegerkranz“ (2015).

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